Freiwilligenarbeit in Costa Rica – diese Tiere brauchen deine Hilfe

Im Februar 2017 begab ich mich auf eine vierwöchige Reise um das Land zu erleben, das an zwei Weltmeeren angrenzt und die größte Artenvielfalt auf kleinstem Raum vereint – COSTA RICA

Zu Beginn meiner Reise leistete ich Freiwilligenarbeit in einem Animal Rescue Center. Ich säuberte Käfige von Eulen die durch Wilderer ihre Flügel verloren hatten, ich fütterte Affen die mich während der Arbeit gerne mal ärgerten, füllte das Heu im Ziegenkäfig nach wo mir die kleinen Babies Marshmallow and Carmen überall hin folgten, außerdem bauten wir zusammen einen Zaun, hatten lange Gespräche bis in den Abend hinein und fielen irgendwann todmüde ins Bett, nur um am nächsten Morgen um acht wieder tatkräftig anpacken zu können. Motiviert hat uns alle das Gleiche: Die Liebe zu den Tieren.

Das Brüllaffen-Weibchen fand mich scheinbar zum Anbeißen sympathisch! Die Maske sieht nicht so schick aus muss aber sein. Diese Affenart ist uns genetisch sehr nahe und kann daher stark auf menschliche Keime reagieren.

 

Tiere brauchen unsere Hilfe


Die Tiere in dieser Einrichtung teilen ähnlich schlimme Schicksale, sie wurden von Menschen entführt, angefahren, zum stehlen trainiert, als Touristenattraktion missbraucht oder als Haustier gefangen gehalten. Das primäre Ziel der Organisation ist die geretteten Tiere, wenn möglich wieder in die freie Natur zu entlassen aber in manchen Fällen ist das einfach nicht mehr möglich, wie bei Gandhi. Gandhi der Spinnenaffe, wurde in einer Bar gehalten, mit Nüssen und Alkohol gefüttert und rauchte Zigaretten. Als er in die Tierauffangstation kam, musste er wie ein Süchtiger behandelt werden und erst einmal auf Entzug gehen. Durch seine Erfahrungen bedingt, kann er nicht mehr in die Wildnis entlassen werden, zu sehr hat er sich an das Füttern durch Menschenhand gewöhnt. Wenigstens darf er nun seine schreckliche Vergangenheit als Turistenattraktion hinter sich lassen und in einer großen umzäunten Grünanlage zusammen mit einigen Artgenossen in Frieden leben.

 

Eigene Projekte der Freiwilligen


Angagement und Kreativität sind hier gefragt und manchmal auch einiges an Muskelkraft. Ob Zäune, Möbel, Schilder, Spielzeuge für die Tiere oder sonstige Kunstwerke die Freiwilligen nutzen ihre freie Zeit zwischen Tiere füttern und Käfigen reinigen um aus dem Rescue Center ein gemütliches Zuhause für Mensch und Tier zu machen.

Beim Bau eines Regals für die Schlafräume habe ich entdeckt, dass ich doch nicht ganz so unbegabt bin fürs Handwerken 😉 Aus Paletten kann man echt so einiges zaubern ohne viel Geld auszugeben.

 

Finanzierung durch Freiwilligenarbeit & Spenden


Die Wild-Tierauffangstation hält sich durch Spenden am Leben und natürlich durch die Mitarbeit zahlreicher Volunteers. Auf ihrer Internetseite kannst du Geld spenden oder den Tieren etwas aus der Amazon-Wunschliste schenken!

 

Essen und Unterkunft


Die Schlafräume sind zweckmäßig eingerichtet und sauber. Jedes Bett hat ein Moskitonetz, welches du auch brauchen wirst. Es gibt vereinzelt Regale in denen du etwas unterstellen kannst. Das Wasser kommt nur kalt aus der Leitung – auch in der Dusche – aber Tierschutz ist und war eben noch nie etwas für Warmduscher! 😉

Auch wenn die Matratzen nicht die bequemsten sind und die Ausstattung keinem 5-Sterne Hotel gleicht, du findest hier eigentlich alles was du brauchst zum Leben. Eine Schlafmöglichkeit, fließendes Wasser, Toiletten, Duschen, eine große Küche, einen Pool und viel Natur um dich herum werden dich deine Alltagsprobleme vergessen lassen.

Im animal rescue center kümmert man sich auch gut um Vegetarier und Veganer. Es gibt immer eine Essens-Alternative ohne Ei, ohne Fleisch und ohne Milchprodukte. Manche einheimische Speisen sind naturgemäß vegan, wie zum Beispiel Bohnen mit Reis, frittierte Bananen oder ein herzhafter Gemüseeintopf.

Hier findest du mehr Informationen zur Freiwilligenarbeit im Rescue Center: www.costaricaanimalrescuecenter.org


Hat dir der Artikel gefallen? Möchtest du mehr wissen zur Freiwilligenarbeit in Costa Rica? Schreib mir gerne in die Kommentare!

 

Das Zwergseidenäffchen machte es sich auf mir gemütlich, während ich das Gehege reinigte. Ich habe mich natürlich nicht gewehrt. 😉

 

 

 

 

 

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Sandra ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Seit 2017 ist sie Studentin der Akademie der Naturheilkunde und lässt sich zur Fachberatin für holistische Gesundheit ausbilden.

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